Ein Highlight im Dezember 2011 war das große Weihnachtskonzert.

Schade, dass nicht alle die wunderschöne Konzert hören und sehen konnten. Daher wird es in 2012 wieder ein Konzert mit John Cashmore geben.

Hier der Artikel der AZ vom 22.12.2011 ( T. Schröder)

KONZERT John und Kaybee Cashmore bringen den Geist der Highlands in die Neubornhalle

Ein renommierter Tenor, der seinen Gästen feinen Whisky an den Platz bringt und der zu „Auld Lang Syne“ Hand in Hand mit dem Publikum schunkelt, Irish Coffee und Gewürzkuchen in der Pause, Kunstschnee und reichlich musikalische Interaktion mit den Zuhörern - in der Wörrstädter Neubornhalle wurde viel, sehr viel geboten, als sich Tenor John Cashmore und seine Gattin Kaybee die Ehre gaben.

Herzschmerz trifft auf flotte Stimmungs-Nummern

Denn ungeachtet allen Drumherums war die Stimme des renommierten Opern- und Musicalsängers allein das Eintrittsgeld wert. Die Stimme, gepaart mit dem urigen Humor und dem Charme eines klassischen Tenors. Der aus dem Fernsehen bekannte „Freddy the Piper“ Alfred Sattler am Dudelsack

sowie Trommler Dirk Schäfer halten Einzug, Kirchenmusiker Stephan Weiler am Piano begleitet sie zu „Scotland the Brave“, dann beginnt diese samtweiche Stimme zu singen. Leider lässt die Akustik in der mit 160 Zuhörern gefüllten Halle es nicht zu, diese Stimme ohne Mikrofonübertragung zu genießen, sodass die Blicke nach vorn, wo die Boxen stehen, gerichtet sind - während sich John Cashmore von hinten kommend Hände schüttelnd den Weg durchs Publikum bahnt - und zwar in typisch schottischer Bekleidung.

Denn Teil eins des abwechslungsreichen Programm-Doppelpacks bestand aus den Höhepunkten der „Spirit of Scotland“-Tour, mit der der Brite - halb Schotte, halb Engländer - seit eineinhalb Jahren quer durch Deutschland reist. In unnachahmlichem Dialekt erklärt er dabei augenzwinkernd alles, was in Sachen Musik und Lebensart in Schottland wichtig ist. Ob wunderschöne Herzschmerz-Balladen wie „My love is like a red red rose“ und „The bonnie banks of Loch Lomond“ oder flotte Stimmungs-Nummern - Cashmore beherrscht jede Tonart. Nebenbei lüftet er das Geheimnis, was Schotten unter dem Rock tragen (eine Wärmflasche, gefüllt mit Whisky), und bringt den Deutschen eine Portion Stadionkultur bei: Das Stück „Flower of Scotland“, das bei jedem Rugby-Spiel im Stadion gesungen wird, klingt jedenfalls um einiges würdevoller als die diversen „Olé Olé“-Variationen in den hiesigen Fußballarenen.

Pause. Dekorationswechsel. In wallenden Wollmänteln kommt das Ehepaar John und Kaybee Cashmore zurück auf die Bühne und gibt Einblick in das deutsch-schottische (Vor-)Weihnachts-Durcheinander. Sie wünscht „A merry little christmas“, während er stolz wie Oskar auf der winterlich weißen Couch sitzt; er lallt festtrunken „Blue christmas“, während sie die eheliche Furie mimt. Zwischendurch gibt’s Gänsehaut-Momente, wenn der „Hark! The herald angels sing“ und „Holy night“ schmettert. „Feliz navidad“ und ein Weihnachts-Medley singt das Paar im Duett, bei „Sleight ride“ gibt das Publikum Schlüsselbund-klimpernd den Takt vor. Auch wenn Kaybee Cashmore ihre Musical-Stimme manchmal allzu theatralisch in die Höhe schwurbelt, gelingt den beiden ein wunderbarer, mitunter ironischer, aber immer würdevoller Weihnachtsabend, der Lust auf mehr macht.

Auftritt im kommenden Jahr schon zugesagt

Und siehe da: Nach knapp zweieinhalb Stunden bester Unterhaltung hatte der Beigeordnete und umtriebige Organisator Peter Mai noch eine frohe Botschaft zu verkünden: „Ich gehe fest davon aus, dass John, Kaybee und die ganze Crew wieder auf dieser Bühne stehen“ - und zwar „am 1. Dezember 2012, ein Tag vor dem Wörrstädter Weihnachtsmarkt“. Wir freuen uns drauf.